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 Betreff des Beitrags: Ultra Low Buget (mini Line Aray)- Baubericht
BeitragVerfasst: 17.10.2007, 12:22 
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Heute nun der versprochene Baubericht:

Am Montag der letzten Woche bin ich mit einer Holzteiliste von über 80 Bretter zum ansässigen Holzhändler gegangen. Ich glaube durch das gegebene Trinkgeld, und den Zusammenhang, dass die gesammten Renouvierungsmaterialien für das Jugendhaus dort gekauft wurden, hatten wir einen guten Bonus.

Am Abend jedoch viel uns auf, dass viele Maße falsch waren. Bei ein paar brettern lag es auch an uns, also bin ich am Dienstag nochmals dorthin gefahren. Uns wurden dann sogar unsere „Fehler“ (was fast 2qm waren) kostenlos zugeschnitten.

Mittwochs ging dann los, geplant war die 32 Breitbänder von Thomas in 4 Einzelgehäuse zu „stecken“ die jeweils untereinander geknickt werden. Die Hochtöner (5Stück pro seite) sollten dann in einem Keil vor die Breitbänder gesetzt werden. Das schöne war, dass die Leute die am Nachmittag vorbeischländerten alle mithalfen, teils hat sich sogar ein Harter Kern aus mir und noch zweien gebildet, die noch nachts um 2 Gesägt, Geschraubt und Geschliffen haben (etwa zu der uhrzeit fanden wir heraus, das metabo Schwingschleifer sich auch zum gegenseitigen massieren eignen).

Dank Musictown wurden die Kappa Chassis binnen 2 Tagen zugestellt (habe dort 85€ inkl. Versandt bezahlt)

Dadurch, dass so viele eingebunden waren, sind die Gehäuse nicht „perfekt“ geworden (was auch etwas am Bier gegen Abend lag). Ich bin auch überzeugt, dass es später einmal besser mit den Lautsprechern umgegangen wird, wenn die meisten selbst daran gearbeitet haben.
Das Werkzeug war auch nicht sehr „professionell“, wir hatten 2 Akkubohrer, einen Schwingschleifer, zwei Bandschleifer und mussten alle Löcher mit der Stichsäge sägen.

In den Morgenzeiten habe ich immer mal wieder die Lautsprecher durchgemessen.
Ich habe ein altes Kravattenmikro zum Messmicro „umgelabelt“, die Ergebnisse waren ziemlich gut (das weiß ich, weil ich damit Lautsprecher durchgemessen habe, die mal von einem professionellen System „gecheckt“ wurden). Die Kapsel (und auch der Notebookmicrofoneingang) fallen gegen 20khz etwas ab.

Am Freitag dann, war der Rohbau der Lautsprecher, wie auch der ARLS MOD SUB rohbaumäßig fertig. Ich habe dann zu zweit mit dem Löten angefangen, leider haben wir es dennoch geschafft, einige Chassis verpolt einzulöten (was sich dann in 5db Pegelverlust deutlich niederschlug).

Die Frequenzweiche Zwischen Hochton und Breitband ist einfachst (die Breitbänder gehen etwa bis 6khz). Alle Hochtöner wurden ersteinmal in Reihe geschaltet (was dann 20 Ohm bei 4Ohm pro Chassis machte). Dann habe ich verschiedene Kondensatoren ausprobiert, angefangen mit 2,2uf aufgehort mit 0,56uf. Das ganze ist erstmal sehr „übergängsähnlich“(ich habe gar keine Spulen mehr, und auf die Schnelle bestellen ging leider auch nicht mehr) aber es scheint schon sehr gut zu klappen. Selbst in Reihe geschaltet, haben die hochtöner noch etwa 6db mehr Pegel.
Der Subwoofer wurde mit einer 10mh spule und 145uf ausgestattet, die „Top“ lautsprecher mit 100uf (das entspricht einer theoretischen Trennung bei 130hz)

Richtig Ausfahren konnte ich die Boxen mit Subwoofer leider nicht mehr im Wohnzimmer (meine ohnehin – zurecht - schon etwas genervte Mutter, reagierte auch noch ärlergisch). Im Keller habe ich dann die Kombination an die Endstufenleistungsgrenze getrieben:

Die Stimmwiedergabe war für die schlechten Akustischen Bedingung sehr gut (was wohl auch am FQ gang liegt). Das Topteil ist mit 300Watt noch lange nicht an seiner Grenze, die Membranbewegungen sind ebenfalls alle sehr gering). In Achse ist der Hochton noch übertrieben, aus der Achse gefallen mir die Lautsprecher etwas besser, vor allem strahlen sie durch die Kegel wirklich sehr breit.

An der Stelle auch vielen vielen dank an Thorsten der mich auch über die LS hinaus mit guten Tips (stichwort Jugendarbeit, Stadtgespräche) unterstütze

Noch eine Liste der Ausgaben:
Breitbänder, Hochtöner und Spulen von Thorsten 108€
Kappa LF 170€
Kleinteile 50€
Holz und Schrauben wurden aus einer anderen Kasse finanziert, da weiß ich nicht, was jene gekostet haben.

Ich war nach dieser intensivbastelwoche richtig Fertig, der Aufwand hat sich aber definitiv PREISTECHNISCH gelohnt, ich weiß, dass es immer schwer ist eigenproduktionen objektiv zu bewerten, aber aus meiner HIFI Erfahrung (die teils sogar in die High end Ecke geht) kann ich wirklich nur mein erstaunen aussprechen über „viele“ günstigere Lautsprecher, die sich nur „sehr wenig“ bewegen.

Da ich die Alte Endstufe für 88€ verkaufen konnte bleiben mir noch 148€ übrig, die ich in ein Thomann Lautsprechercontroller für 179€ stecken möchte.

[img=http://img525.imageshack.us/img525/1010/image004ad2.th.jpg]

[img=http://img206.imageshack.us/img206/796/image006hm6.th.jpg]

[img=http://img507.imageshack.us/img507/5216/image005su4.th.jpg]

[img=http://img521.imageshack.us/img521/5549/image001ad5.th.jpg]

[img=http://img98.imageshack.us/img98/1796/image002ut4.th.jpg]

[img=http://img166.imageshack.us/img166/6848/image009ne5.th.jpg]

FQ gang, die "leisere" Kurve ist noch mit zwei verpolten Breitbändern gemacht.
Bild


Zuletzt geändert von Revox am 17.10.2007, 21:39, insgesamt 4-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 17.10.2007, 12:42 
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Danke für deinen Bericht und die Bilder (Letztes geht nicht)

Bin gespannt, wie sich der Kram im Einsatz macht.

MfG

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Herzlichen Glückwunsch und alles Gute!


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BeitragVerfasst: 17.10.2007, 12:54 
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Sieht interessant aus, ABER:

Warum um Himmels willen OSB! :cry:
Das Zeug sieht sooowas von hässlich aus, also bei mir kostets sogar mehr als MDF und MDF sieht wenigstens ordentlich aus wenn mans lackiert.

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MfG Eule


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BeitragVerfasst: 17.10.2007, 13:36 
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Eule hat geschrieben:
Sieht interessant aus, ABER:

Warum um Himmels willen OSB! :cry:
Das Zeug sieht sooowas von hässlich aus, also bei mir kostets sogar mehr als MDF und MDF sieht wenigstens ordentlich aus wenn mans lackiert.

ich hab auch OSB verwendet, billig und gut.
http://www.jobst-audio.de/Entwicklungen ... appa15.htm
Und häßlich find ichs absolut nicht! Is aber sicher Geschmackssache.


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BeitragVerfasst: 17.10.2007, 13:59 
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das sieht ja genial nach bastelspass aus. gratuliere :)

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BeitragVerfasst: 17.10.2007, 14:03 
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Is wirklich Geschmackssache, ich finde es sieht grauenhaft und unprofesionell hoch 10 aus. :)

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BeitragVerfasst: 17.10.2007, 14:06 
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ich denke mal, daß es bei einer jugendhaus-eigeninstallation nicht drauf
ankommt, ob es jetzt professionell aussieht. soll nur gut gefertigt sein
und nach was klingen.

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BeitragVerfasst: 17.10.2007, 14:15 
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Da hast du Recht aber bin so, bei mir müssen auch 50€ Lautsprecher professionell aussehen und wie gekauft :D

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BeitragVerfasst: 17.10.2007, 14:23 
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Eule hat geschrieben:
Da hast du Recht aber bin so, bei mir müssen auch 50€ Lautsprecher professionell aussehen und wie gekauft :D


--> Form follows funktion ! Und das ist auch gut sooo....wäre doch schade
das man ein Gehäuse im Klavierlackfinisch direkt auf das Osterfeuer schmeissen muss.

Grüßle

Sven

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PISA! die Freiheit nehme ich mir ! ;-)


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BeitragVerfasst: 17.10.2007, 19:45 
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Nur noch genial*g*:) viel spaß damit ;) :)

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BeitragVerfasst: 17.10.2007, 21:46 
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OSB Platten sind bei uns Billiger, sind brechfester für ihr gewicht, und oberflächenbehandelt, sprich: sie bekommen erstmal eine lange zeit kein Finish.


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BeitragVerfasst: 18.10.2007, 03:33 
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Joa, so schlimm finde ich das OSB nun auch nicht.
Passt doch zu der Jugend...

Wer weiß was da auf die SUbs draufgeschüttet/Stellt wird, da weicht mdf schnell auf und andere Materialen sind zu teuer. Span scheidet eh aus.

Is schon ok, wenn denen langweilig ist, sollen sie die Böxlis ansprayen oder sowas ;)

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BeitragVerfasst: 18.10.2007, 07:00 
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und jetzt nich vergessen die limiter richtig zu setzen (laaanger release) und alles manipuationsfest zu verpacken... sonst war nachher die ganze arbeit umsonst

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dumm sterben kann jeder


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BeitragVerfasst: 18.10.2007, 08:01 
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Beiträge: 7935
Wohnort: Lippetal
Revox hat geschrieben:
sind brechfester


Ist wichtig bei einem Jugendzentrum. :grin:

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Ich bin wieder hier, in meinem Revier.


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